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Praxistipps

Wohnen Sanitär


Sanitär

Das Vorhandensein eines Sanitärraumes ist einer der wesentlichen Komfortaspekte des Caravaning. Eine eigene Toilette und Waschgelegenheit, ja oft sogar eine eigene Dusche sind neben dem eigenen Bett häufig die entscheidenden Kaufargumente für Caravaning-Fans. Dabei ist aber nicht in jeder Fahrzeugkategorie das Gleiche möglich.
 

Duschsack und Campingklo

Bei Zeltanhängern und Campingbussen ist in der Regel kein Sanitärraum vorgesehen. Dennoch lässt sich hier so etwas Ähnliches improvisieren. Duschen etwa lassen sich mit Wasserbeuteln, die sich in der Sonne erwärmen und einfach in den nächsten Baum gehängt werden, einfach selber bauen. Tragbare Campingtoiletten, wie sie etwa der Online-Shop Campingtoilette-guenstig.de anbietet, lassen sich sowohl in Zelten, Faltzelten und Campingbussen einfach mitführen. Die tragbaren Toilettensysteme funktionieren dabei genau so wie die fest eingebauten in größeren Wohnwagen und Wohnmobilen: Die Fäkalien werden in einem Auffangbehälter gesammelt. Spezielle chemische Zusätze zersetzen die Fäkalien und wirken geruchsreduzierend. Ist der Auffangbehälter voll, kann er in einer Toilette oder Entsorgungsstation geleert werden. Man spricht dabei von der Schwarzwasser-Entleerung, obwohl die Flüssigkeit je nach verwendetem Sanitärzusatz eher grün oder blau ist. Für viele Camper ist die Entleerung der Toilette nach wie vor der größte Nachteil der Urlaubsform. Kein Wunder, dass sich viele Tüftler und Ingenieure darüber Gedanken machen, wie diese Prozedur angenehmer gestaltet werden kann. Ein neuerer Ansatz ist dabei, die Fäkalien geruchlos zu verbrennen, so dass nur noch ein Häuflein Asche zu entsorgen ist. In Prototypen funktioniert das schon, zur Serienreife haben es diese Systeme noch nicht gebracht. Ein anderer Ansatz, der immer wieder mal aufkeimt, ist, die Leerung und Reinigung der Fäkalienkassette durch einen Automaten erledigen zu lassen, so dass der Camper damit nicht mehr in Berührung kommt.
 

Von der Nasszelle zum Raumbad

Wenn ein Campingbus mal einen Sanitärraum hat, dann ist das meist eine kleine Nasszelle. Der Begriff Nasszelle klingt schon irgendwie ein wenig nach Gefängnis. Wer einmal in einer solchen gestanden hat, weiß warum: Sie ist verdammt eng. Dennoch ist sie besser als nichts. Und mancher Sanitärraum, vor allem in kompakten Wohnwagen und kleineren Wohnmobilen, verdient die Bezeichnung durchaus. Wer auf der Toilette sitzt, stößt je nach Körpergröße mit den Knien an die Tür, und oder das Waschbecken ist so klein, dass beim Zähneputzen alles daneben tropft. An Duschen ist in diesen Räumen nicht zu denken. Normal große Bäder in Wohnwagen und Wohnmobilen sollten zumindest eine ungestörte Toilettensitzung und eine Morgentoilette ohne Verrenkungen ermöglichen. In der großen Mehrzahl der Freizeitfahrzeuge ist das auch so. Etwas komfortablere Ausführungen haben noch eine vollwertige Dusche mit Kunststofftrennwand anstelle eines Vorhangs. Luxuriöse Wohnmobile bieten sogenannte Raumbäder: Dabei wird die Tür zur Toilette zum Wohnraum hin aufgeklappt und verriegelt. Zum Schlafraum bildet eine Schiebetür die zweite Abtrennung. So entsteht ein Bad, das mit Dusche, Toilette, Waschbecken großen Spiegeln und Stauschränken für Hygiene- und Sanitärartikel die gesamte Fahrzeugbreite nutzt. Hier kann selbst manches Hotelzimmer nicht mithalten. In solchen Raumbädern sind dem Komfort keine Grenzen gesetzt, vom Steinfußboden über die Regendusche oder Dampf-Dusch-Sauna sind hier viele Varianten denkbar.